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PNP | 29.03.2010
Differenziert und feinfühling
Abschluss des Festivals Passauer Saiten mit Mirjam Schröder und Maximilian Mangold
In einer Märchenwelt wären sie die Feenwesen, jene Instrumente, auf deren Saiten Klänge von sphärischer Leichtigkeit entstehen. Beim Abschlusskonzert „Saitenimpressionen“ des Festivals Passauer Saiten haben Gitarre und Harfe am Freitagabend als musikalische Feenwesen zusammen gefunden - ein außergewöhnliches und faszinierendes Klangpaar.
Mit Mirjam Schröder (Harfe) und Maximilian Mangold (Gitarre) standen zwei Musiker auf der Bühne im Gotischen Langhaus des Klosters Niedernburg, die beide ungemein differenziert und feinfühlig musizierten, ja die sich ihren Instrumenten mit regelrechter Zärtlichkeit zuwandten. Dies zeigte sich schon bei den Solo-Stücken: Der „Sonata III“ für Gitarre von Manuel Maria Ponce, bei der Maximilian Mangold zwischen romantischem Streben und impressionistischen Klangspielen, zwischen kraftvollen Kontrasten und melancholischen Momenten mannigfaltige Nuancen schaffte. Oder bei dem Stück „Viejo Zortzico“ von Jesus Guridi für Harfe, bei dem Mirjam Schröder voll Dynamik die musikalischen Kontraste auslotete und virtuos und frei die Klangläufe gestaltete.
Wahrlich einzigartige Höhepunkte aber waren die Duos, die eigens für die beiden Musiker komponiert worden waren. Bei den drei Stücken für Harfe und Gitarre von Narciso Saul schienen die Instrumente förmlich miteinander zu verschmelzen, schulten beim Publikum das feine Hinhören und verzauberten mit pulsierender Tanz-Rhythmik und melodiösen Phrasen. In „Los Elementos“ von Alberto Rodriguéz Molina brachten die Musiker die Elemente zum Klingen.
So wurde das Abschlusskonzert zu einer zarten Begegnung mit märchenhaften Klängen - betörend, überirdisch und doch voll Intensität.
Dorothea Feuchtgruber
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